Archiv 20. Januar 2017

Filmvorführung: Sterne (DEFA, 1958)

Liebe Kommiliton*innen und Interessierte,

am Dienstag, den 24. Januar, veranstalten wir gemeinsam mit dem AStA der Uni sowie Prof. Dr. Mario Niemann (Universität Rostock, Historisches Institut) einen Filmabend im Rahmen des Holocaust-Gedenktages.
An diesem Abend zeigen wir im Arno-Esch-Hörsaal I (Ulmencampus) ab 19:30 Uhr den mehrfach ausgezeichneten Film „Sterne“ (DEFA, 1958), der als erste deutsche (Co-)Produktion den Holocaust thematisierte.

Dazu möchten wir Sie und euch recht herzlich eingeladen fühlen.

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„Freispruch“ wegen Bedeutungslosigkeit für die NPD

Mit Bedauern reagieren die Kreisvorsitzenden der Rostocker LINKEN, Eva-Maria Kröger und Carsten Penzlin, auf das Scheitern des NPD-Verbotsverfahrens in Karlsruhe:

„Leider kann die NPD ihre Arbeit weiterhin mit Steuergeldern finanzieren und in den kommunalen Vertretungen gegen Demokraten und Minderheiten hetzen“, kritisiert Eva-Maria Kröger. „Wir hätten uns ein klares Signal gegen die Feinde der Demokratie gewünscht“, ergänzt Carsten Penzlin. „Der Rechtsstaat hat sich in der Vergangenheit zu oft nachsichtig gezeigt und damit rechtsextreme Strukturen gewähren lassen. Dieses Versagen findet mit dem Karlsruher Urteil eine fatale Fortsetzung.“, so Penzlin.

Die Rostocker LINKE wird in ihrem Engagement für eine weltoffene Gesellschaft nicht nachlassen. Deshalb lehnen wir die Angriffe auf die Islamische Gemeinde, wie sie jüngst auf der Ortsbeiratssitzung in Evershagen zu beobachten waren, auf das Schärfste ab. „Wir können auch nicht verstehen, dass die Rostocker CDU einen Zusammenhang zwischen Gebetsräumen und islamistischem Terror konstruiert.“, so Kröger.

DIE LINKE streitet für ein friedliches Miteinander der Religionen und Kulturen. „Respekt gegenüber unseren muslimischen Mitbürgern ist das beste Mittel gegen ihre Radikalisierung.“, sagt Carsten Penzlin.

Heidrun Bluhm, Landesvorsitzende: „Jetzt kommt es darauf an, dass vor allem SPD und CDU alle Möglichkeiten, die uns das Gesetz bietet, ausschöpfen, rechtsradikale Straftaten streng zu verfolgen und zu ahnden. Zudem müssen gesellschaftliche Aufklärung und politische Bildung dauerhaft und verlässlich organisiert und finanziert werden.

Alle Demokratinnen und Demokraten sind aufgefordert, alles zu tun, damit sich rechtsextremistisches Gedankengut nicht weiter ausbreitet und zurückgedrängt wird.“

Simone Oldenburg, Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion: „Mit dem heutigen Richterspruch wurde eine Chance vertan, finanzielle und personelle Quellen des Rechtsextremismus trockenzulegen. Unabhängig davon hat meine Fraktion immer betont, dass mit einem Verbot der NPD die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus nicht beendet wäre. Rechtsextremismus und Rechtspopulismus sind auch außerhalb der NPD zu hören und zu spüren. Letztlich ist Urteil auch ein Signal für SPD und CDU, sich Veränderungen nicht zu verschließen, die die Demokratie in allen Bereichen – von Schule bis Ehrenamt – stärken. Denn eine starke Demokratie ist das wirksamste Mittel, rechtsextremistischen Parolen die Stirn zu bieten.“

Quelle: http://www.die-linke-rostock.de/presse/detail/zurueck/aktuelles-31/artikel/freispruch-wegen-bedeutungslosigkeit-fuer-die-npd/

Veranstaltungsreihe zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau vom 14.-27.01.17 in Güstrow

Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“

Dieses Zitat entstammt dem italienisch-jüdischen Schriftsteller Primo Levi. Als ehemaliger Gefangener überlebte er die Mordmaschinerie im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Seine Worte mahnen – sie mahnen, die Erinnerung an das Geschehene wachzuhalt und warnen gleichzeitig davor, faschistische Ideologien und Propaganda zu ignorieren oder als Randphänomene, von denen man nicht betroffen sei, zu verharmlosen. Die LINKE-Landtagsabgeordnete Karen Larisch lädt vor diesem Hintergrund zu mehreren Veranstaltungen im Januar in Güstrow ein.

Das NPD-Verbotsverfahren in Karlsruhe

Am 14. Januar wird Andreas Speit – Journalist der Tageszeitung „taz“ – über das laufende NPD-Verbotsverfahren sprechen. Dieses soll nur drei Tage später durch den Urteilsspruch des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe enden. Wie steht es um den zweiten Anlauf, die nationalistische Partei zu verbieten? Welche Rolle spielt der hiesige Landesverband der NPD im Verfahren? Diese und weitere Fragen wird der Experte für die extreme Rechte in seinem Vortrag beantworten.

Davor wird es um 12 Uhr eine Mahnwache am Borwinbrunnen in Güstrow geben.

Details: 14.01.17 l 16 Uhr l Bürgerhaus Güstrow (Sonnenplatz 1, Güstrow)

Lesung „Der tiefe Staat“

Am 20. Januar liest der Bestsellerautor Jürgen Roth aus seinem neuen, packenden Buch „Der tiefe Staat“ – Die Unterwanderung der Demokratie durch Geheimdienste, politische Komplizen und den rechten Mob“. Hierin betrachtet er die Geschichte der deutschen Geheimdienste und stellt die Frage, wie es möglich ist, dass kriminelle rechte Vereinigungen immer wieder unbehelligt agieren ind zum Teil schwerste Straftaten begehen können. Ein besonderes Augenmerk legt der Autor bei seiner Untersuchung auf den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU), der auch in diesem Bundesland mordete und Banken ausraubte.

Details: 20.01.17 l 19:30 Uhr l Bürgerhaus Güstrow (Sonnenplatz 1, Güstrow)

Gedenken an die Opfer der Faschismus

Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, dem 27. Januar, wird im Rahmen einer Kundgebung an alle Menschen erinnert, die unter dem Regime der Nazis verfolgt und ermordet wurden. Am ehemaligen Standort der Güstrower Synagoge werden hierzu Mitglieder der jüdischen Gemeinde, der Kirchengemeinden und Zivilgesellschaft sowie Schüler*innen der „Freien Schule Güstrow“ zusammenkommen und an die Befreiung von Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945 erinnern.

Details: Standort der ehemaligen Synagoge, Krönchenhagen 13, Güstrow